Ob kleines Vokalensemble, achtköpfige Band mit Streichquartett oder kraftvoller Popchor: Jedes Konzert beim VokalHerbst im Alten Kino Gaustadt stellt ganz eigene Anforderungen an die Tontechnik. Einer, der dafür sorgt, dass die Musik beim Publikum ankommt, ist Alex Drabold.
Während die Künstlerinnen und Künstler im Rampenlicht stehen, arbeitet Alex meist etwas abseits der Bühne. Mikrofone müssen richtig platziert, Instrumente aufeinander abgestimmt und Stimmen so verstärkt werden, dass ihr Charakter erhalten bleibt. Was bei einem kleinen Ensemble funktioniert, kann bei einer größeren Besetzung schon wieder ganz anders aussehen.
Gerade die musikalische Vielfalt des VokalHerbstes macht diese Aufgabe besonders anspruchsvoll. Mal geht es darum, die feinen Nuancen eines mehrstimmigen Gesangs hörbar zu machen, mal müssen Gitarren, Schlagzeug und Streicher zu einem ausgewogenen Gesamtklang zusammenfinden. Hinzu kommen die Besonderheiten des Alten Kinos, dessen Raum und Bühne ebenfalls berücksichtigt werden wollen.
Was dabei auffällt, ist Alex' ruhige, unaufgeregte Art. Auch wenn vor einem Konzert noch manches abgestimmt oder kurzfristig angepasst werden muss, vermittelt er den Eindruck, dass sich für jedes Problem eine Lösung finden lässt. Eine Gelassenheit, die gerade im oft hektischen Konzertbetrieb ausgesprochen wohltuend ist.
Dass Alex Musik nicht nur von der technischen Seite kennt, merkt man seiner Arbeit an. Er ist selbst Musiker und betreibt mit tonewerks ein eigenes Tonstudio in Bamberg. Seit mehr als zehn Jahren produziert er Musik unterschiedlichster Genres und hat dabei unter anderem mit Künstlern wie Kellerkommando, J.B.O. und Fiddler's Green zusammengearbeitet. Auch mit BREEZE, die beim diesjährigen VokalHerbst zu Gast waren, arbeitet er regelmäßig zusammen. Sein Tätigkeitsfeld reicht von der Aufnahme über den Mix bis zum Mastering.
Beim VokalHerbst ist Alex damit weit mehr als der Mann hinter dem Mischpult. Er trägt wesentlich dazu bei, dass die musikalischen Ideen der Mitwirkenden im Alten Kino ihre Wirkung entfalten können. Ein guter Grund, einmal denjenigen ins Rampenlicht zu rücken, der sonst dafür sorgt, dass andere dort gut klingen.
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